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Was sind die beste Muscheln? Buchot: die leckere Pfahlmuschel aus Frankreich

von Andrew Holloway September 15, 2021 2 Lesezeit min.

Ein Sack Buchot-Muscheln aus der Baie de Granville.

Moules de Buchot

Es gibt Miesmuscheln und es gibt Moules de Buchot. Buchot-Muscheln stammen aus Frankreich und werden in der Normandie, in der Bretagne und im Charantais kultiviert. Sie sind Premium-Pfahlmuscheln. Die Besonderheit der Kultur besteht darin, dass die Muscheln in Strängen um Pfähle im Meeresboden gewickelt werden. Bedingt durch den Tidenhub befinden sich die Muscheln mal unter und mal über dem Wasser. Dieser Wechsel wird als Grund für den köstlichen jodhaltigen Geschmack der Buchot-Muscheln zugeschrieben. Sie sind kleiner als Miesmuscheln und leuchtend gelb bis orange. Reich an Kalzium, Eisen, Phosphor, Kalium und Natrium, sie gelten als Gedächtnisstütze. Fettarm sind sie auch. Es wird erzählt, dass ein Ire namens Patrick Walton in der Bucht von Aiguillon 1235 strandete und dort diese Kulturart entwickelte. In manchen Erzählungen ist er Schotte.

Die Buschot-Muschel genießt den EU-Lebensmittel Status des ""spécialités traditionnelles garanties "Moules de bouchot" (STG)"" erst seit 2013. Wir haben sie entdeckt in 2014. Sie erscheinen in Juli und sind bis Januar verfügbar. Die, die wir bekommen sind aus der Baie du Mont Saint Michel zwischen der Bretagne und der Normandie. Die Baie du Mont Saint Michel gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und die Buchot-Muscheln dort haben sogar eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Was für ein Mensch hat es nötig, seine Lebensmittel so penibel zu klassifizieren? Ah, fast vergessen. Es gibt sogar ein Zitat von Victor Hugo. "Die Rückkehr der Fluts erfolgt im Tempo eines gallopierenden Pferdes." Manchmal bekommen wir Moules de Bouchot du Baie de Granville am Ärmelkanal. Diese sind auch lecker, ein bisschen kleiner weil sie früher in Mai erscheinen aber richtig lecker. Sie haben vielleicht kein Entstehungslegende, keine UNESCO Krone, keine doppelte Provenienzmerkmale, keine Belletristik-Strophe und sicherlich keine befestigte Abtei im normannischen Baustil auf einer Insel im Wattenmeer, aber wir haben sie ins Herz geschlossen. Wenn uns eine Flasche Vin Naturel zu schräg kommt, nehmen wir sie zum Kochen der Buchot-Muscheln. Manchmal fliegt ein Rest vom Prosciutto rum und landet im Topf. Oder eine Flasche belgisches Bier. Gefangen in der Marotte der Warenkunden glauben wir, daß es besser schmeckt, weil wir wissen, woher es kommt.

(Und sie sind überhaupt nicht teuer! 9,00 € pro Kilo, das reicht für zwei Personen. Dazu unbedingt der Saint Felix Sauvignon Blanc von Günter Hutter.)

Bildnachweis: Fisch Pahlke, Carlsplatz A3, Düsseldorf

Buchotmuscheln im Dunst mit Zwiebenl und Petersilie.